Studie untersucht Uhrengene
An den Haaren abgelesen
Spätaufsteher ticken anders als Frühaufsteher: Wer unter der Woche sehr früh aufsteht, ist nicht nur durch dunkle Augenringe gezeichnet. Der Aufsteh-Rhythmus lässt sich auch den Haaren ablesen, wie die Wissenschaftler der Universität Yamaguchi im Rahmen einer Studie herausgefunden haben. Sie untersuchten diejenigen Gene in den ausgerissenen Haarwurzeln, die bei der Steuerung der inneren Uhr des Menschen eine Rolle spielen. In der Fachsprache nennt man sie auch Uhrengene.
Diese Erbfaktoren sorgen im Körper dafür, dass Organe zur „richtigen“ Zeit aktiv werden. Die Forscher fanden heraus, dass bei Frühaufstehern die Uhrengene in den Haaren schon in den ersten Morgenstunden, bei Langschlägern hingegen erst später arbeitswillig sind.
Die Zeitforscher hoffen mit ihren Studienergebnissen bei der Behandlung von Schichtarbeitern helfen zu können. Wenn nämlich beispielsweise ein extremer Langschläfer jahrelang seinen biologischen Rhythmus ignoriert und sich morgens unausgeschlafen zur Frühschicht quält, leidet er häufig unter Stress oder stressbedingten Erkrankungen wie Bluthochdruck.
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