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Die sieben Elemente der Lust

Sex mit allen Sinnen

Beatrice Poschenrieder

Element 6: Wechselspiele

Was macht einen guten Thriller aus? Die Spannung. Aber Spannung erzeugt man nicht, indem man den Helden in eine zweistündige Prügelei verwickelt. Er muss mal fliehen, mal zur Ruhe kommen, mal läuft ihm die Zeit davon, mal der Gegner - und dann fiebern wir mit. So ist es auch mit Sex. Wenn man einfach wild loslegt oder sein gewohntes Programm abspult, schaltet man leicht ab, wir spüren den Körper des Partners so wenig wie den eigenen.

Was ist zu tun? Wechseln Sie das Tempo, wechseln Sie die Intensität. Wechseln Sie die Lautstärke - wie die Regisseurin Ihres eigenen Erotik-Thrillers. Wenn Sie neben ihm liegen, gehen Sie ganz langsam vor, berühren Sie seine Brust, seine Arme, Beine, seinen zuckenden Penis.

Lassen Sie Ihre Bewegungen nicht stärker werden, sondern zarter, kleiner, bis Sie selbst sie kaum noch spüren. Und wenn Ihr Lover schwer zu bremsen ist, stoppen Sie ihn mit Worten und Taten, etwa indem Sie seine Hüften packen und festsetzen - bis Sie beide nicht anders können, als Vollgas zu geben.

Übung

Ideal hierfür ist das "Rein-ganz-raus-Spiel": Er soll bei jedem Stoß seinen Penis ganz herausziehen, dann wieder eindringen, wieder komplett hinaus, wieder hinein usw., bedächtig und rhythmisch. Das ruhige Tempo kommt zum Großteil von selbst, weil er gut zielen muss. Sie selbst liegen relativ weit geöffnet, etwa mit der Hüfte auf der Bettkante, während er zwischen Ihren Beinen kniet.

Er darf übrigens gern mitspielen: etwa indem er nur ein Stückchen weit eindringt, sich dann gemach wieder zurückzieht, dann noch ein bisschen weiter hineingleitet, stehenbleibt, dann tiefer rutscht oder zurück, je nach Lust und Laune. Noch heißer fühlt sich das für Sie von hinten an, weil Sie nichts sehen können. Falls er dann innehält, werden Sie sich ihm ungeduldig entgegenbewegen!

Und auch Sie können mit ihm spielen, etwa ihn mit Ihren Schenkeln einklemmen, dass er nur halb in Sie hineinkommt, oder Ihre Hüften zurückziehen und ihn nur eine Winzigkeit einlassen (lächeln Sie ihm dabei wissend ins Gesicht). Noch viel intensiver für beide wird es, wenn Sie ein gutes Gefühl für Ihre Scheidenmuskulatur haben. Haben Sie je damit den Penis bewusst umschlossen, mit Bewegungen geneckt, eingesogen oder gebremst?

Extra-Tipp

Jedes Mal, wenn er beim Stoßen zurückgeht, verengen Sie sich, als wollten Sie ihn festhalten. Kommt er rein, lassen Sie locker, geht er wieder ein Stück raus, umfassen Sie ihn. Fühlt sich für beide sehr schön an! Das Gleiche können Sie machen, wenn Sie ihn reiten: beim Hochgehen anspannen, beim Runtergehen locker lassen.

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