Die sieben Elemente der Lust
Sex mit allen Sinnen
Element 2: Werden Sie schamlos
Keine Angst, hier geht es nicht darum, möglichst verrucht durch die Gegend zu stolzieren. Hier geht es viel mehr um Schamlosigkeit im wahrsten Sinne des Wortes, und der besagt nur, dass Sie sich nicht schämen sollen. Vor allem nicht für Ihren Körper und am allerwenigsten für die Zentren Ihrer Lust. Sicher, das sagt sich leicht - schließlich schämen wir uns doch aus 100 Gründen.
Für die Figur, die mal nicht perfekt rasierte Bikinizone, für unsere Unsicherheiten - und manchmal sogar noch dafür, dass wir uns schämen. Aber einen echten Grund gibt es dafür eigentlich nicht: Wenn Ihr Partner Sie liebt, ist beinahe jede Scham unnötig. Und tatsächlich schämen Sie sich doch bereits jetzt schon für erstaunliche Dinge nicht: Er darf Sie morgens ungeschminkt sehen, ungeföhnt und abends auch noch in dem alten T-Shirt, mit dem Sie gern ins Bett huschen.
Verlassen Sie sich also drauf: Dieser Mann verträgt ganz andere Sachen! Sie können ihm Ihre verborgensten Körperstellen offen zeigen, Ihre intimsten Sonderwünsche verraten, Ihre Lust in jeder Form. Also zeigen Sie's ihm - sonst schränkt das nicht nur ein, was Sie erleben können, sondern auch Ihre Genussfähigkeit: weil Sie dann, statt ganz in der Lust aufzugehen, immer am Zensieren Ihres Verhaltens sind.
Übung
Erfinden Sie ein erotisches Alter Ego: die "sexbewusste" Frau, die in Ihnen steckt! Geben Sie ihr einen Namen: Es muss nicht "Lola" sein, aber er sollte für Sie frech klingen, locker, offen, unverklemmt. In diese Rolle versetzen Sie sich, sobald Sie spüren, wie Scham Ihre Handlungen, Ihre Lust begrenzt! Beispiel: Ihr Freund will Ihre Intimzone ganz genau anschauen und Sie möchten am liebsten die Beine zuklappen.
Was würde "Lola" tun? Sie würde freimütig zeigen, was sie hat, und sagen: "Alles für dich! Kannst ruhig mal kosten!" Lola kann sich auch deswegen so gut öffnen, weil sie nicht nur ganz klar sagt, was sie will, sondern auch, was sie nicht will. Und für Lolas Partner ist das okay, weil sie ihm lustvolle Alternativen bietet. Wenn Sie an Freimütigkeit Lola ebenbürtig sind, nicht aber in Aktion und Ton, gehen Sie einen Schritt weiter.
Extra-Tipp
Weihen Sie Ihren Partner ein - und spielen Sie einfach mal Lola. Kommen Sie schon, nur mal zum Spaß. Geben Sie absichtlich Gas, stöhnen und ächzen Sie, winden Sie sich, zerwühlen Sie das Laken. Tragen Sie ruhig mal dick auf, das würde Lola auch tun. Das geht Ihnen zu schnell? Machen Sie's langsamer: Tasten Sie sich erst im Stockdunklen an Lolas Rolle heran. Oder sagen Sie ihm, er solle sich erst mal die Ohren zustöpseln, bevor Sie losstöhnen. Und dann drehen Sie richtig auf!
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