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Studie: Zusammenhang von BMI und Lebenserwartung

BMI kann Lebensdauer beeinflussen?

Extrapfunde bescheren uns Extrajahre? US-Forscher vermuten, dass ein paar überschüssige Pfunde unser Leben verlängern können. Wir verraten die Details der BMI-Studie.

Anika Baldzun

Höhere Lebenserwartung durch höheren BMI

BMI: Diese drei Buchstaben ermöglichen uns ganz einfach die Bestimmung unseres Idealgewichts. Der so genannte Body-Mass-Index teilt unser Gewicht durch unsere Körpergröße im Quadrat und ordnet uns so einer Gewichtsklasse zu. Ein BMI von 18,5 bis 25 steht für Normalgewicht, ein BMI von 25 bis 30 für Übergewicht. Fettleibigkeit beginnt bei einem BMI von 30. Dass diese Einteilung jedoch nichts über unsere Lebenserwartung aussagt, hat eine amerikanische Studie im Januar 2013 herausgefunden.

Diät-Tipps für einen gesunden BMI erfahren Sie in der Galerie (22 Bilder):

Das Forscherteam rund um Katherine Flegal von der amerikanischen Seuchenbehörde CDC sichtete Daten von 2,88 Millionen Menschen aus 100 Studien, die zum Teil über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten durchgeführt worden waren. Dabei interessierten sich die Wissenschaftler vor allem für den BMI und die Lebensdauer der Probanden – und stellten fest: Das Sterberisiko von leicht übergewichtigen Teilnehmern war im Schnitt um sechs Prozent niedriger als das der Normalgewichtigen.

Mit diesem Forschungsergebnis stellt die Studie, die im „Journal of the American Medical Association“ (JAMA) veröffentlicht wurde, vor allem die bisherige Auslegung der BMI-Skala infrage. Denn ein BMI zwischen 18,5 und 25 stand bislang für normalgewichtig und somit empfehlenswert. Dabei wurden die Testpersonen mit einem BMI von 25 bis 30 durchschnittlich am ältesten.

Zusammenhang von BMI und Lebensdauer

Sorgen Extrapfunde also für ein längeres Leben? Nicht unbedingt! Denn neben der Korrelation von Lebenserwartung und BMI hatten die Forscher keine weiteren Sterbefaktoren berücksichtigt. Außerdem ergab die Meta-Studie: Ab einem BMI von 30 steigt das Sterblichkeitsrisiko wieder erheblich an. Fettleibige Probanden mit einem BMI von über 35 hatten ein um 29 Prozent höheres Risiko als Normalgewichtige.

Abgesehen davon unterscheidet der BMI in seiner Berechnung weder zwischen Geschlecht und Alter, noch trifft er Aussagen über Körperbau, Fitness und Ernährung der jeweiligen Person. Als einzige Richtlinie für einen gesunden Lebensstil sollte der BMI daher sowieso nicht dienen.

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