30 clevere Mentaltricks
Ich will das, ich schaffe das!

Ich will endlich meinen Papierkram erledigen
(1) Auf die Plätze, fertig, los!
„Mit der Nähe zum Ziel steigt für viele die Notwendigkeit zu handeln. Setzen Sie sich also Deadlines“, rät der Sozialpsychologe Jens Förster, Autor von „Unser Autopilot. Wie wir Wünsche verwirklichen und Ziele erreichen können“ (DVA, um 20 Euro). Sagen Sie sich: „Bis morgen 17 Uhr habe ich meine Steuererklärung gemacht!“ Tragen Sie es in Kalender oder Handy ein, um sich verpflichtet zu fühlen.
(2) Business–Klasse
Planen Sie Ihre privaten Aufgaben wie ein Job-Projekt, damit Sie sie auch so durchziehen. Experte Förster: „Wer sich konkret Gedanken macht, wann, wo und wie man eine Aufgabe bewerkstelligen kann, der kriegt sie eher hin.“
Feste Termine einplanen
Das Projekt „Steuererklärung“ läuft also so: „Heute in der Mittagspause besorge ich eine Software, die mir beim Ausfüllen der Steuererklärung hilft. Abends sortiere ich alle Rechnungen, Belege und Unterlagen, die ich brauche. Ich mache die Steuererklärung bis zur Deadline morgen um 17 Uhr fertig und bringe sie noch am selben Abend zur Post!“
(3) Zukunftsmusik
Unerledigte Aufgaben sind wie nervige Ohrwürmer, die man nicht los wird. Experten nennen das den „Zeigarnik-Effekt“, benannt nach der russischen Psychologin Bljuma Zeigarnik, die diesen Effekt entdeckt hat. Also prüfen Sie Ihre noch offenen Rechnungen gleich, dann ist Ruhe im Kopf!
(4) Superpower-Stundenplan
Experten wissen: Manchmal fehlt uns einfach die nötige Motivation, lästigen Papierkram zu erledigen. Aber zu welcher Tageszeit das Motivationstief droht, das ist individuell verschieden. Psychologin Kelly McGonigal rät daher: „Achten Sie einmal eine Woche lang darauf, wann Sie die meiste Willenskraft haben und wann Sie am ehesten schwach werden.“
Erwachen Sie voller Tatendrang, der dann stetig weniger wird? Dann erledigen Sie Ihre Aufgabe gleich morgens! Nachmittags kommen Sie erst so richtig in Schwung? Dann reservieren Sie sich ab 15 Uhr zwei Stunden für Ihren Papierkram.
(5) Sitzen bleiben!
So, jetzt sitzen Sie dran. Ist doch gar nicht so schlimm, oder? Nur noch schnell ein Glas Wasser aus der Küche holen. Oder im Wohnzimmer kurz die Blumen gießen. Stopp! Sobald Sie aufstehen und den Raum verlassen, wird es viel schwerer, die Aufgabe fertigzustellen.
Psychologe Gabriel Radvansky von der University of Notre Dame hat gezeigt, dass sich unser Gehirn mit jedem Raumwechsel quasi neu bootet: Was uns eben noch beschäftigt hat, wird weggeräumt, um Kapazität für Neues zu schaffen. Bleiben Sie also so lange sitzen, bis Sie Ihre Aufgabe erledigt haben!
(6) Dopamin-Doping
Für Dopamin tun wir alles! Dieser körpereigene Motivationsstoff löst Glücksgefühle aus, er wird ausgeschüttet, wenn wir uns wohlfühlen. Aber auch unangenehme Aufgaben können wir „dopaminisieren“:
„Lästige Schreibarbeiten sind im Stammcafé bei einem Espresso macchiato weniger unangenehm. Das Aufräumen geht bei schöner Musik besser von der Hand“, sagt Expertin McGonigal. Also, machen Sie es sich so nett wie möglich – dann drücken Sie sich nicht so leicht!
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Dieser Artikel hat 8 Seiten. Lesen Sie auch ...
- Seite 1: Ich will das, ich schaffe das!
- Seite 3: Ich will weniger Süßigkeiten essen
- Seite 4: Ich will regelmäßig Sport treiben
- Seite 5: Ich will mir endlich das Rauchen abgewöhnen
- Seite 6: Ich will mir weniger Sorgen machen
- Seite 7: Ich will abends nicht immer auf der Couch liegen
- Seite 8: Ich will nicht mehr so viel Zeit mit Facebook, E-Mails, Surfen verschwenden









