SHAPE-Test: Aqua Zumba
Aqua Zumba – Merengue unter Wasser

Aqua Zumba – wie soll das denn zusammengehen? Das ist zugegeben der erste Gedanke, der mir zu der Trendsportart durch den Kopf schießt. Denn bei Aqua-Fitness denke ich nicht zwangsweise an sexy Hüftschwünge und leichtfüßige Salsa-Schritte. Dementsprechend skeptisch bin ich auch bei meiner Begegnung mit Aqua-Trainerin und Zumba-Instructor Sandra Leser, bei der ich die Zumba-Wasservariante teste.
Da am Testtag die Sonne vor dem „BAL 91“-Studio erbarmungslos scheint, freue ich mich auf ein Workout im kühlen Nass des hauseigenen Pools. Die „normalen“ Zumba-Kurse – also die Tockenübungen – mit ihren Grundschritten und Armbewegungen kenne ich natürlich schon. Ich fühle mich also bereit das Schwimmbecken in eine Tanzfläche zu verwandeln.
Aqua Zumba im Test
Die typischen Zumba-Rhythmen klingen durch die Schwimmhalle und mir wird schnell klar, dass ein Workout im Element Wasser eine ganz andere Nummer ist. Obwohl die Trainerin mir zu Beginn erklärt hat, dass die so unterschiedlichen Trainingskonzepte hervorragend zueinander passen und gerade die tänzerische Leichtigkeit des Zumba im Wasser zum Tragen kommt, fühlen sich vertrauten Bewegungen als Wasser-Varianten komplett anders an. Und ich mich wie ein Nilpferd beim Wasserballett!
Bei den ersten Klängen sind meine Bewegungen noch ziemlich unkoordiniert und an heiße Tänze und Zumba-Feeling ist nicht zu denken. Auch mit der Schnelligkeit einiger Choreographie-Passagen habe ich anfangs zu kämpfen. Allerdings entspannt mich Sandra ungemein, wie sie strahlend und entspannt am Beckenrand die Bewegungen vorturnt und nach einer Viertelstunde bin auch ich im „Be happy, it’s Zumba-Time“-Modus angekommen.
Und siehe da, vor allem die typischen Armbewegungen wie zum Beispiel die „Beto-Shuffle“ erscheinen mir aufgrund des Wasserwiderstandes wesentlich effektiver und sinnvoller als beim Zumba an Land. Seine Armmuskeln kann man beim Aqua-Zumba definitiv stärken, denn es erfordert einige Kraft, die Bewegungen auszuführen – und das ganze Workout über mit der gleichen Intensität dabei zu bleiben.
Doch die für Zumba typischen Drehungen und schnellen Richtungswechsel empfinde ich im Wasser auch nach der Eingewöhnung als eher problematisch. Sie erinnern eher an unkoordiniertes Planschen als an Krafttraining.
Mein Fazit: So ein Wasser-Workout ist überraschend anstrengend und gerade bei den heutigen Temperaturen bin ich nach dem Kurs froh, nicht in der Rolle von Trainerin Sandra zu stecken, die am Beckenrand ordentlich ins Schwitzen gekommen ist. Ausgepowert aber erfrischt verlasse ich nach der 45-minütigen Zumba-Party das Fitnessstudio – und kann mir durchaus vorstellen an dem ein oder anderen heißen Sommertag meinen Fitnesskurs ab nun in den Pool zu verlegen.
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