Reise: Portugal
Mit Boot, Bike & Ballon durch Portugal
Ein Hauch von Venedig
Zwei Tage später fahre ich im Mietwagen weiter nach Aveiro, 80 Kilometer südlich von Porto. Die romantische Lagunenstadt ist von zig schmalen Kanälen durchzogen und trägt daher den Beinamen „Venedig von Portugal“. Sogar eine Gondelfahrt nach italienischem Vorbild wird angeboten! Zwar ohne Ariengesänge, aber dafür mit einem charmanten Gondoliere, der Prosecco kredenzt.
Ein weiterer Service der Stadt: An 20 Stationen warten kostenlose Fahrräder, mit denen man an den Kanälen entlangdüsen und die Umgebung erkunden kann. Etwa die hügelige Weinregion von Bairrada und das dort gelegene Märchenschloss von Bussaco oder eines der vielen Ausflugs-Restaurants, die gegrillte Sardinen oder das beliebte Leitão assado (Spanferkel vom Grill) anbieten.
Gipfelstürmer
Ein weiteres Highlight ist der Küstenort Costa Nova do Prado. Das bezaubernde Seebad lockt mit fröhlich bunt gestreiften Holzhäuschen, einer wunderschönen Flanierpromenade und einem kilometerlangen, cremefarbenen Dünenstrand – perfekt für ein paar Tage Surfen oder Segeln, Walken oder einfach nur Relaxen am Beach.
Mein nächstes Ziel ist die Serra da Estrela, mit bis zu 1.991 Metern das höchste Gebirge auf dem portugiesischen Festland – nur der Vulkan Ponta do Pico auf den Azoren ist noch etwa 350 Meter höher. Die Serra ist eine wilde Gegend mit schroffen Gipfeln und bizarren Felsformationen, weiten Tälern und tiefen Schluchten, glasklaren Gebirgsseen und urigen Bergdörfern.
Mini-Safari
Die Region ist ein Paradies für Sportler: Wandern und Klettern, Mountainbike- und Kanu-Touren – und zur Stärkung gibt es Deftiges wie Schinken, Salami und Schafskäse, dazu frisch gebackenes Maisbrot. Die schönste Unterkunft dort ist das „Eco Resort Vale do Rossim“. Da nächtigt man in luxuriösen Zelten, die an mongolische Jurten erinnern, und es werden unzählige Outdoor-Aktivitäten angeboten (Ü/F ab 38 Euro, www.valedorossimecoresort.com).
Ich tobe mich ein paar Tage im Gebirge aus, dann zieht es mich weiter nach Süden. Dort wird die Landschaft lieblicher und flacher, es wachsen Orangen-, Zitronen- und Feigenbäume, dazwischen duftende Lavendelfelder und Rosmarinbüsche. Fast schon in Spanien liegt Monfortinho.
Christine Bredow, Christine Bredow










