Heute im Fitness-Studio
Fit für Olympia?
War es ein Fehler, die Olympischen Spiele nach China zu holen, einem Land, für das Pressefreiheit und Menschenrechte mitunter noch Fremdworte sind, ein Land, das mit allen Mitteln versucht, die gigantischsten Spiele aller Zeiten zu veranstalten, das der Welt zeigen will, wie mächtig es ist? Eine Nation die bestrebt ist, das erfolgreichste Team in diesem Wettbewerb zu sein, und dabei wohl auch nicht vor Doping zurückschreckt, wie mehrere Reportagen und Dokumentationen belegen? China, ein Land der Mitte, oder der Mittel?
War es ein Fehler, die Olympischen Spiele nach China zu holen, einem Land, für das Pressefreiheit und Menschenrechte mitunter noch Fremdworte sind, ein Land, das mit allen Mitteln versucht, die gigantischsten Spiele aller Zeiten zu veranstalten, das der Welt zeigen will, wie mächtig es ist?
Auch ich war geteilter Meinung, wie ich zu diesem Massen- und Medienereignis stehen sollte. Sollte ich dem Slogan dieser Spiele "One world, one dream" vertrauen und diese Spiele als eine große Chance Chinas begrüßen, sich dem Westen zu öffnen und mich offen und unvoreingenommen zeigen, oder diese Spiele boykottieren?
Aber selbst wenn ich mich zu letzterem entschließen würde, stellt sich die Frage: wie? Die, die es in der Hand gehabt hätten, diese Spiele erst gar nicht in einem derart umstrittenen Land stattfinden zu lassen - das IOC, die Sportverbände und Politiker weltweit - hatten zwar Bedenken geäußert, aber doch letztlich grünes Licht gegeben.
Wie könnte man als Einzelner da etwas dagegensetzen? Die einzige Möglichkeit, diese Spiele als Privatperson zu boykottieren ist, sie zu ignorieren. Da ich kein großer Fan von Sportfernsehen bin dürfte mir das nicht allzu schwer fallen. Dachte ich zumindest. Aber da hatte ich mich getäuscht, denn egal, wohin man dieser Tage schaut, ob Tagesthemen, Talkshows oder Titelseiten, dem Thema Olympia kann man sich nicht entziehen.
Doch ich habe bereits eine bessere Idee. Statt Fernzusehen und olympische Ringe unter den Augen zu bekommen, mache ich lieber selbst Sport. Allein bin ich dabei auch nicht. Es scheint noch mehr Leute zu geben, die statt anderen beim Sport zuzusehen, selbst aktiv werden wollen. So wird in meinem Fitness-Studio ein Olympia-Workout angeboten, bei dem vom Power-Nordic-Walking, über Halb- bis zum Marathon trainiert wird.
So werde ich wohl bald selbst fit für Olympia. Wir sehen uns dann spätestens 2012 in London.
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