Heute im Fitness-Studio
Gut gebräunt?!
Welches Bleichgesicht kennt nicht die demütigende Erfahrung, nach einem mehrwöchigen Strandurlaub vermeintlich braun gebrannt wie nie zuvor nach Hause zu kommen, um dann von Freunden und Kollegen zu hören: "Du bist ja immer noch so käsig. War wohl schlechtes Wetter bei Euch?" Besonders frustrierend fällt aber der Direktvergleich mit den bronzefarben gebräunten Beautys und Beaus im Fitness-Studio aus.
Um mir nicht weiter wie eine wandelnde Weißwurst vorzukommen, musste ein Bräunungsplan her. Mein erster Versuch war leider nur stellenweise erfolgreich. Mit Selbstbräunungscreme rückte ich meiner bräunungsresistenten Haut zu Leibe. Aber ich hätte wohl erst ein Peeling machen sollen, denn meine Haut tönte sich zwar, allerdings nur fleckenweise. Fazit: zu unpraktisch.
Mein nächster Versuch führte mich ins Solarium. Aber auch hier war ich nur bedingt erfolgreich. Da sich lange kein Ergebnis einstellte, und ich auch noch nach zwei Wochen blass war wie eh und je, probierte ich es schließlich mit der doppelten Bestrahlungsdosis und wurde prompt mit einer neuen Hautfarbe belohnt: Sonnenbrand-Rot. Fazit: zu gefährlich!
Nach zwei Fehlschlägen schöpfte ich wieder Mut, als ich von einer tollen neuen Methode hörte: Spray Tanning. In meinem Fitness-Studio gib es seit Neuestem eine vollautomatische Sprühnebel-Kabine, in der Selbstbräuner gleichmäßig durch Düsen aufgesprüht wird. Nach dem ersten Sprühvorgang sollte ich langsam bis drei zählen und mich dann umdrehen, so lautete zumindest die Anleitung. Leider hatte ich wohl zu langsam gezählt und so den Großteil der zweiten Sprayration ebenfalls am vorderen Teil meines Körpers abbekommen. Ich dachte mir nichts weiter dabei. Aber zu Hause hatte ich es dann Schwarz auf Weiß, dass etwas schiefgelaufen sein musste.
Denn vorne hatte ich den Bräunungsgrad einer Latino-Schönheit erreicht, während ich hinten noch ziemlich weiß geblieben war. Fazit: zu unkontrollierbar. Dass mit dem Braun werden habe ich nun endgültig aufgegeben. Es kann ja nur eine Frage der Zeit sein, bis die vornehme Blässe wieder en vogue ist. Bis dahin bleibe ich einfach meiner Zeit voraus.
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