Fitness-Coach Harley Pasternak
Ich mache Sie schlank & fit!
Ein Sündentag in der Woche
SHAPE: Es gibt unzählige Fitness- und Diätprogramme. Warum ist gerade Ihr „Faktor 5“-Konzept der Schlüssel zum Figur-Erfolg?
Harley Pasternak: Weil es sich in jeder Lebenssituation in den Alltag integrieren lässt. Was nützt es mir, wenn ich vier Diät-Wochen einlege, zehn Kilo abnehme, die aber nach zwei Nicht-Diät-Monaten wieder doppelt auf den Hüften sitzen habe?
Und was genau macht Ihr Konzept so alltagstauglich?
Das Fitnesstraining dauert 25 Minuten am Tag, diese Zeit hat jeder. Außerdem sind es nur fünf Trainingstage pro Woche. Und in puncto Ernährung biete ich fünf Gerichte - Frühstück, Mittagessen, Abendbrot und zwei Snacks - an, die aus fünf Zutaten in fünf Minuten zubereitet sind. Da muss man nicht mal kochen können oder viel Aufwand betreiben.
Harley Pasternak über Essen, Übungen und Diäten
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Oft liegt's nicht am Aufwand, sondern an den Versuchungen nebenher. Hier ein Eis, dort Schokolade ...
Ob Süßigkeiten oder Fast Food - gestrichen ist beim „Faktor 5“-Programm nichts. Dafür habe ich pro Woche einen „Mogeltag" eingeplant, an dem Sie alles schlemmen dürfen. Denn das Verlangen ist weniger groß, wenn nichts strikt verboten ist.
Und: Sechs Schritte nach vorn, einer zurück sind immer noch fünf Fortschritte. Ich selbst esse dann ein Schnitzel oder probiere Neues - wie heute die Münchner Weißwurst.
Klingt wirklich ganz einfach, aber irgendwo muss doch ein Haken sein - verraten Sie uns den?
Es gibt keinen. Viele Kollegen schwören auf den Verzicht von Kohlenhydraten. Völliger Irrsinn! Denen fehlt einfach der ernährungswissenschaftliche Hintergrund. Dr. Atkins, der Erfinder der Low-Carb-Diät, starb übrigens übergewichtig an einem Herzinfarkt.
Der Körper benötigt Kohlenhydrate, aber die richtigen. Deutsches Brot ist zum Beispiel bestens geeignet, um lange satt zu bleiben und viele Mineral- und Ballaststoffe aufzunehmen. Dazu noch viel Gemüse und Obst, Süßkartoffeln - da brauche ich doch keine Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pillen oder Pulvern!
Getty Images, Bernhard Kühmstedt, Concorde Film
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