Applaus: 36 Kilo in einem Jahr
„Ich habe 36 Kilo im Pool versenkt!“

„Die verstohlenen Blicke meiner Mama bei unserem Wellness-Wochenende im Sommer 2010 waren nicht zu übersehen“, erzählt Yasmin Bürgi. Als die 23-Jährige nach dem Grund dafür fragte, musste sie erst mal schlucken. „Meine Mutter gestand mir, dass sich die ganze Familie schon seit Langem Sorgen um meine Gesundheit machte, weil ich so wahnsinnig dick geworden war.“
Die Schweizerin war schon als Kind pummelig gewesen, doch erst als sie mit 18 für ihre Ausbildung zur Automobilkauffrau in eine WG zog, stieg ihr Gewicht rasant an. „Mein Mitbewohner ernährte sich nur von Chips, Lasagne und Schoki – ich zog gemütlich mit, bis die Waage 122 Kilo anzeigte.“
Ausschlaggebendes Erlebnis
Yasmin nahm sich die Sorgen ihrer Mutter zu Herzen, doch den letzten Anstoß, etwas zu tun, gab ein Erlebnis im Europapark. „Ich stand bei der Achterbahn an, als mich ein Mitarbeiter aus der Schlange zur Seite nahm. Er sagte mir, ich sei zu dick für die Sessel – das war mein absoluter Tiefpunkt.“
Im Oktober 2010 meldete sich Yasmin zur Ernährungsberatung an und bekam dort das Buch „Abnehmen mit der Hormonformel“. „Nach diesem Prinzip darf man essen, was man will, nur der Zeitpunkt ist entscheidend: Für meinen Hormontyp sind zum Beispiel morgens tierisches Eiweiß und abends Kohlenhydrate tabu.“ Zum Frühstück gab es für Yasmin ab sofort Birchermüsli mit Sojamilch, ab 17 Uhr nur noch Low-Carb-Kost mit viel Gemüse, Fisch und Fleisch.
Ganz alleine in Paris
Nachdem sie die ersten zehn Kilo abgenommen hatte, erfüllte sie sich einen großen Traum und flog im März 2011 für drei Wochen nach Paris, um Französisch zu lernen. „Ganz alleine dorthin zu fliegen, geschweige denn mich in einer fremden Sprache zu unterhalten, hätte ich mich als Moppel niemals getraut!“
Nach ihrem Aufenthalt in Frankreich begann Yasmin, einmal die Woche im Hallenbad eine Stunde Bahnen zu schwimmen. „Ich steigerte mich bald auf dreimal die Woche, weil ich merkte, dass die Bewegung im Wasser meinen Körper intensiv straffte.“ Nach vier Monaten und weiteren zehn Kilo Gewichtsverlust wartete die nächste Belohnung auf die Badenixe: ein ausgiebiger Shoppingtag.
Mehr sportliche Aktivitäten
Peu à peu kamen immer mehr sportliche Aktivitäten dazu. Sie meldete sich in einem Fitness-Studio an und trainierte dort auf dem Crosstrainer oder im Yoga-Kurs. Mittlerweile wohnt Yasmin in einer anderen WG. „Dieses Mal ist mein Mitbewohner ein Sportfreak! Er zieht mich richtig mit und wir gehen oft zum Squash oder Inlineskaten.“
Im Oktober hat Yasmin die 36-Kilo-Marke geknackt und ließ sich beim Friseur als Zeichen für den Neuanfang ihre blonden Haare zu einem schicken Bob schneiden. „An meinem Arbeitsplatz sprechen mich die Kunden oft auf meinen Erfolg an – vor allem die Männer sparen nicht an Komplimenten!“
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Patrick Meroth













