Dr. Rosa Aspalters Blog
Inneres Tamagotchi

Die kleinen elektronischen Eiertierchen sind gerade 15 Jahre alt geworden. Sie wurden Ende der 90er-Jahre zum Leben erweckt, um den Sinn für Fürsorge zu wecken.
Eigentlich müsste es auch so ein Eiertierchen geben, das übergewichtigen Menschen dabei hilft, eine gesunde Einstellung zum Verzehr von Lebensmitteln zu bekommen. Denn in vielen Fällen fehlt das Empfinden dafür, wann es genug ist, ja oft sogar dafür, was überhaupt gut tut. Hauptsache viel und süß und fett.
Wie wär’s also damit, sich selbst so ein inneres Tamagotchi zu verschaffen? Vermutlich gibt es da viele Möglichkeiten, eine davon erzählte mir eine Patientin kürzlich.
Das innere Ich
Sie machte eben eine längere Therapie, in der sie wieder durchlebte, was sie als Kind vermisst hat. In der darauf folgenden Arbeit lernte sie, das zu akzeptieren und zu sehen, dass sich die Situation in der Zwischenzeit deutlich geändert hat. Dass ihr nun alles zur Verfügung stand, was sie benötigte.
Sie legte sich ein Bild eines kleinen Mädchens zurecht, das sie selbst als kleines Mädchen darstellte und nahm sich vor, dieses kleine innere Mädchen zu trösten und mit ihm zu sprechen, wann immer sie wieder solch eine Heißhungerattacke habe.
Bewusste Ernährung
Der Erfolg war verblüffend. „Allein schon, dass mir bewusst wurde, dass ich da gar nicht aus Hunger esse, und diese Gefühle raus gelassen habe, haben schon viel verändert!“, erzählt sie mir.
„Aber es geht noch viel weiter. Dieses innere kleine Mädchen ist wie ein Tamagotchi, das mir sagt, was gut für sie und auch gut für mich ist. Ich höre jetzt ungefähr bei der Hälfte der früheren Menge zu essen auf! Und trinke viel weniger Alkohol! Und Heißhungerattacke habe ich bisher noch keine gehabt!“
Haben Sie Fragen an Dr. Rosa Aspalter? Dann mailen Sie an: online@shape.de
Sie wollen abnehmen und brauchen Hilfe? Hier unser Partner KiloCoach: kilocoach.shape.de
iStockphoto.com



















