Dr. Rosa Aspalters Blog
Verlängerung der Kekszeit

Ein einfaches Rechenbeispiel
Früher - ja, leider, schon wieder dieses "früher" - aber da sich immer gleich alle ändern, wenn sich die "Zeiten" ändern - womit sollte ich da sonst vergleichen? - Also entschuldigen Sie bitte, es geht wieder einmal um dieses "früher"!
Früher, da durften wir während des Plätzchenbackens nicht einmal vom Backblech naschen, geschweige denn gab es einen Keksteller auf dem Tisch! Die ersten Plätzchen sahen bzw. kosteten wir definitiv am Weihnachtsabend. Und deren gab es dann reichlich bis etwa Heiligen Drei Könige. Dann waren die Plätzchen aus und praktisch zeitgleich auch unser Appetit darauf. In Summe gibt das ziemlich genau zwei Wochen.
Heutzutage geht's los mit dem Gansl-Essen. So um den 10.11. herum. Gleich drauf werden die Weihnachtsmärkte eröffnet. (Von den ersten Weihnachtsangeboten, die da schon im Oktober zu sehen sind, rede ich eh nicht.) Nu, und da geht's ja gleich nahtlos über zu den Weihnachtsfeiern und den Adventsingen, den Charity-Schlemmereien und den sonstigen Futtern und Käufen, ob für die Freunde, das Betriebsklima oder sonst für einen guten Zweck.
Weihnachten und Neujahr ist dann das Fest der Sinne, in dem man sich schon sehr anstrengen muss, die vorangegangenen Festivitäten noch zu überbieten, aber wir schaffen das allemal noch! Bis wir dann zu Heiligen Drei Könige fast nicht mehr können.
Wer nachrechnet, findet, dass es sich hier nun um fast neun Wochen handelt! Also mehr als das Vierfache der früher veranschlagten Zeit. Oder anders ausgedrückt: Fast ein Fünftel des Jahres.
Ist das noch Genuss? Ich würd’ eher sagen: So ein Keks!
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