Applaus: 36 Kilo in 18 Monaten
Training im Schlafzimmer

„Es war zum Lachen und Heulen“, erzählt Erna Forster. „Ich saß in einem Fast-Food-Restaurant und blieb beim Aufstehen im Korbstuhl stecken.“ 119 Kilo zeigte die Waage der 32-Jährigen an diesem Maitag 2010.
„Schon als Kind war ich ein Pummelchen, richtig dick wurde ich aber erst mit meinem Job als Assistentin im Produktmanagement“, erinnert sich die gelernte Schneiderin aus Mötzingen. Dort war sie „Mädchen für alles“, musste nähen, zuschneiden, verschicken, im Lager arbeiten und Büroarbeiten erledigen.
Abends kam der Mega-Hunger
„Es war Stress von morgens bis abends. Fünf Jahre lang war ich nur frustriert, fraß alles unkontrolliert in mich hinein. Frühstück fand nie statt, mittags konnte ich mich auch noch beherrschen – aber abends kam der Mega-Hunger.“ Mit Pizza, Käse-Makkaroni und massenhaft Süßkram fuhr Erna die Kalorien ein, die sie tagsüber gespart hatte.
Ihre Restaurant-Blamage war dann der nötige heilsame Schock: „So etwas wollte ich nie wieder erleben. Dazu kam, dass meine Firma umzog und ich mir einen neuen Job suchen musste.“
Frühstück ist Erna wichtig
Zuerst änderte sie ihr Essverhalten. „Frühstück ist jetzt meine wichtigste Mahlzeit, meistens gibt es Vollkornbrot mit Schinken, dazu einen großen Obstsalat. So vermeide ich die Fressattacken am Ende des Tages. Mittags hole ich mir in der Kantine des Modehauses, wo ich jetzt arbeite, einen Salat, zum Abendessen koche ich kohlenhydratarm mit frischem Gemüse.“
Auf den Besuch beim Italiener verzichtet Erna trotzdem nicht. „Ich zelebriere solche Ereignisse jetzt: selten, aber mit viel Genuss.“ Nach vier Monaten waren die ersten zwölf Kilo geschafft. Als ein Freund ihr sein Laufband schenkte, begann sie zu walken. „Das Heimtraining war perfekt für mich. Ich musste nicht erst zum Studio fahren, sondern konnte morgens direkt vom Bett auf den Trainer hüpfen oder auch mal um 22 Uhr eine Einheit einlegen.“
„Zehn Kilo sollen noch runter“
Um zusätzlich die Muskeln zu kräftigen, schnappte sie sich ihre SHAPE-Fitness-DVDs, bestellte weitere im Internet und stattete sich mit Trainings-Geräten aus: Flexi-Bar, Hanteln, Teraband und Co. „Dreimal die Woche trainiere ich 30 bis 60 Minuten oder walke auf dem Band.“
Auch ihr Alltag wurde aktiver. „Ich parke immer weiter weg und gehe den Rest zu Fuß. Und ich nehme nur noch die Treppe.“ So knackte sie bis Oktober 2011 weitere 24 Kilo. „Zehn Kilo sollen bis Silvester noch runter. Zur Belohnung gehe ich mit meinem Freund groß aus. Wetten, dass ich dann in den Stuhl passe!?“
Haben Sie auch Applaus verdient? Mailen Sie Ihre Geschichte mit Foto an: applaus@shape.de
Beauty: Pflege für den Körper auf COSMOPOLITAN Online >>
Abnehmen: Stars im Schlankheitswahn auf JOY Online >>
Patrick Meroth




















