Applaus: 20 Kilo in 8 Monaten
Den Jo-Jo-Effekt ausgetrickst
Ich musste mich zum Training zwingen
„Mit 19 Jahren war ich Deutsche Meisterin im Taekwondo“, erzählt Silke Kayadelen. Doch der Erfolg hatte seine Schattenseiten: „Die Kämpferinnen wurden nach Gewichtsklassen aufgeteilt. Um ja nicht zu viel zu wiegen, hungerte ich mich auf 54 Kilo runter.“
Als die gelernte Justizangestellte mit 24 Jahren schwanger wurde und dem Leistungssport den Rücken kehrte, rutschte sie ins andere Extrem: „Nach der Geburt meiner Tochter Hanife aß ich völlig unkontrolliert und saß nur noch vor dem Fernseher.“
Um sich wieder zum Training zu zwingen, schrieb sich Silke zwei Jahre später an der Uni Essen für ein Sport-Studium ein. Da wog sie bereits 75 Kilo und war die Dickste unter den Studenten. „Während des Semesters trainierte ich exzessiv und nahm zehn Kilo ab. In den Ferien ließ ich das Workout schleifen und hatte die Pfunde gleich wieder drauf.“
Wie ein roter Faden zog sich der Jo-Jo-Effekt durch Silkes Leben. Selbst als sie nach ihrem Studium ein Sportzentrum leitete, bekam sie ihr eigenes Gewicht nicht in den Griff. Mit 35 Jahren erreichte die 1,65 m große Essenerin ihr Höchstgewicht: 81 Kilo. Zeitgleich gab es zwei Todesfälle in ihrer Familie: „Beide Verstorbene waren in meinem Alter. Das rüttelte mich wach. Ich nahm mir vor, ab sofort bewusster und gesünder zu leben.“
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Kay Blaschke, Privat
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