Lebensmittel: Gluten-Allergie
Allergisch gegen Gluten?

Nach Schätzung von Experten sind in Deutschland etwa 500.000 Menschen an Zöliakie, also Glutenunverträglichkeit, erkrankt. Die Zahl der Betroffenen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, viele wissen gar nicht von ihrer Allergie. Gut zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen, so Anett Ebock, Ernährungswissenschaftlerin der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG). Doch was verbirgt sich hinter dem medizinischen Fachbegriff, der immer häufiger in den Medien auftaucht?
Welche Lebensmittel Sie ganz ohne Gluten genießen können, erfahren Sie in der Bildergalerie (6 Bilder):
„Zöliakie“ bezeichnet die chronische Unverträglichkeit von Gluten, einem Eiweißgemisch, das in den meisten Getreidearten vorkommt. Die Folge ist eine gefährliche Entzündung des Dünndarms. Unser Darminneres ist mit unzähligen Falten und Erhebungen ausgestattet, die die Oberfläche maximieren und dafür sorgen, dass der Körper alle wichtigen Nährstoffe über die Schleimhaut aufnehmen kann.
Bei einer andauernden Entzündung bilden sich diese Falten zurück, die innere Oberfläche des Dünndarms wird immer kleiner. Mangelerscheinungen sind dann vorprogrammiert und Folgekrankheiten wie Anämie („Blutarmut“) oder Osteoporose („Knochenschwund“) können entstehen – der Körper leidet doppelt!
Warum es vor allem Frauen sind, die so empfindlich auf Gluten reagieren, konnte wissenschaftlich bisher nicht geklärt werden. Die Forschung konzentriert sich im Augenblick noch auf andere Schwerpunkte: ob es beispielsweise möglich ist, die Krankheit mit Medikamenten zu behandeln oder welchen Einfluss die Ernährung von Säuglingen auf eine spätere Zöliakie hat.
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