Lebensmittel der Woche
Chili

Dass die roten Schoten dem abgebrühtesten Feuerschlucker noch die Tränen in die Augen und den Schweiß auf die Stirn treiben können, merkt der Hobbykoch, sobald er sich zum ersten Mal in der Dosierung vergriffen hat. Diese starke Reaktion lässt schon ahnen, dass die feurige Frucht auch im Verborgenen einiges bewirkt.
So gilt Chili als leistungsstarker Fatburner. Der Stoffwechsel wird nämlich so auf Zack gebracht, dass er verbrennt was das Zeug hält. Gleichzeitig regt der Scharfmacher Capsacin die Magensaftdrüsen an, die dafür sorgen, dass schädliche Bakterien im Verdauungstrakt keine Chance haben.
Vitaminbombe Chili
Ganz nebenbei versorgen die Schoten den Körper mit vielen Vitaminen. Paprikasorten haben bis zu drei Mal mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Hinzu kommen B1, B2, B6 und P. Chili kann aber noch mehr: Als Scharfmacher gibt er der Libido einen kleinen Schubs. Allerdings sollte der liebeshungrige Koch nicht mit zu viel Eifer würzen.
Weil Sortenvielfalt und Reifegrad es nahezu unmöglich machen vorherzusagen, wie scharf es wirklich wird, gilt bei jedem Chiligebrauch: Vorsicht! Verzagte können die Schoten entschärfen, indem sie Kerne und Innenleben komplett entfernen. Capsacin sitzt an der Innenrinde, die anderen Aromastoffe im Fruchtfleisch. Nach dem Putzen unbedingt Hände waschen.
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