Gesunder Handgriff
Massagen stärken die Abwehr
Fuß-, Wellness- oder Tantramassagen: man liebt sie, weil sie so schön entspannend sind und einem den Alltagsrummel für kurze Zeit vergessen lassen. Massagen können aber noch mehr: US-Forscher haben jetzt herausgefunden, dass sie die Abwehrkräfte stärken können.
Testperson müsste man sein: Für die Untersuchungen haben Mark Rapaport und sein Team vom Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles 29 gesunde Versuchpersonen für 45 Minuten mit einer Schwedischen Massage verwöhnt. Die Kontrollgruppe wurde dagegen nur leicht am Körper berührt. Während des gesamten Versuchs wurde den Teilnehmern Blut entnommen.
Die Forscher haben in dem Blut von den massierten Menschen einen erhöhten Anteil an der für die Körperabwehr wichtigen weißen Blutkörperchen entdeckt. Außerdem hat das Blut einen geringeren Anteil des Stresshormons Cortisol und des Hormons Aginin-Vasopressin enthalten. Letzteres wird mit aggressivem Verhalten in Verbindung gebracht.
Da die entspannenden und das Immunsystem stärkenden Effekte bereits nach einer Massage aufgetreten sind, hoffen die Forscher, dass Massagen in Zukunft nicht nur zur Vorbeugung von Krankheiten angewendet werden, sondern auch bei der Behandlung von Entzündungs- und Autoimmunerkankungen ihren Einsatz finden.
Bei Autoimmunerkrankungen entstehen unangenehme Entzündungen, denn das Immunsystem erkennt bei dieser Krankheit das körpereigene Gewebe als Fremdkörper an und kämpft gegen dieses an.
Wenn Sie also in Zukunft erste Anzeichen einer Erkältung verspüren, dann probieren Sie es doch mal mit einer Massage bevor Sie die Apotheke aufsuchen.
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