Enthaarungs-Methoden im Test
Mehr Bein zeigen
Mit Wachs gegen den Wuchs
Wachsen oder nicht wachsen – diese Frage hat mich schon seit Längerem beschäftigt. Alles andere habe ich nämlich schon probiert und damit bin ich quasi Expertin für sämtliche Vor- und Nachteile der konkurrierenden Enthaarungs-Methoden. Nun hat die Neugier gesiegt: Ich werde mich auch der letzten Herausforderung stellen und durch einen knallharten Selbsttest herausfinden, ob mich die Kaltwachsstreifen mit Aloe Vera und Lotusduft von Veet vielleicht sogar mehr als ihre „Kollegen“ überzeugen können. An die Streifen, fertig, los!
Anwendung: Ich bin ein Wachsneuling, wirklich ein totaler Laie auf dem Gebiet, darum lese ich mir natürlich erst einmal die Gebrauchsanweisung durch. Aha, also die Streifen durch Reiben zwischen den Handflächen anwärmen, auseinander ziehen, auf das Bein legen, kurz in Wuchsrichtung ausstreifen und dann flach am Bein entlang ruckartig abziehen. Klingt einfach! Meine Freude wird allerdings schon bald getrübt ... Als Freundin des sanften Epilierens habe ich mit dem Abziehen des Wachsstreifens überhaupt kein Problem. Wer bisher nur rasiert hat, könnte aber möglicherweise schon einen kurzen Schmerzmoment fühlen.
Allerdings klebt da jetzt so gar nicht die von mir erhoffte Menge an Haaren dran und der Wachsstreifen ist auch schnell wieder abgekühlt und trocken. Ich verbrauche ungefähr acht Streifen, bis ich etwas enttäuscht aufgebe und meine teilenthaarten Beine zunächst mit den zur Packung gehörigen Pflegetüchern beruhige, bevor ich später wieder zum Epilierer greifen werde und meine Beine rundherum glatt bekomme.
Extras: In der Packung sind zusätzlich vier Pflegetücher, die einen wirklich tollen Duft haben und die Beine nach dem Enthaaren kühlen, entspannen und auf Hochglanz polieren.
Preis-Leistung: Eine Schachtel mit 20 Streifen und den Pflegetüchern kostet um 8 Euro. Nach meinem Verschleiß von acht Streifen für ein halbes Bein sieht das Ganze also nach einem recht teuren Spaß aus ...
Fazit: Es war wirklich nett, die Kaltwachstreifen kennengelernt zu haben, aber ich befürchte, so schnell werden wir uns nicht wiedersehen. Im Nachhinein habe ich jetzt zwar von einer Kaltwachs-erfahrenen Kollegin erfahren, dass man die Streifen nach dem Abkühlen durchaus wieder aneinanderlegen und nochmals mit den Händen erwärmen kann.
Immerhin. So dürfte der Verbrauch im Regelfall nicht so immens hoch sein, wie es bei mir der Fall war. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass Wachsen eine Wissenschaft für sich ist und ich für ein potenzielles zweites Date mehr Informationen einholen müsste. Aber: Sag niemals nie!
Marina Schreier, Volontärin COSMOPOLITAN Online
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iStockphoto.com, Bettina Theisinger, PR, Thinkstock
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